Förderung des Kindes in sensiblen Phasen
Montag, 19. Mai 2008Sensible Phasen sind nach Maria Montessori Zeiträume in der Entwicklung eines Kindes, in denen es für den Erwerb bestimmten Wissens oder für das Erlernen bestimmter Fähigkeiten besonders empfänglich ist.
Das Eintreten solcher Phasen ist aber bei jedem Kind individuell unterschiedlich. Das bedeutet also für den Erwachsenen, dass es besonders wichtig ist, dass sie diese erkennen und fördern. Nur wenn das geschieht, kann das Kind in optimaler Form neues Lernen.
In einer solchen sensiblen Phase ist das Kind besonders offen und interessiert. Es beschäftigt sich gern mit neuen Dingen und es fällt leicht neue Informationen aufzunehmen. Dies passiert zum Beispiel im Spiel ganz nebenbei.
Der Erwachsene kann das Kind nun vor allem fördern, in dem es eine passende Umgebung schafft und Materialien zur Verfügung stellt. Er steht dem Kind mit Hilfe zur Seite, wenn es sie benötigt.
Findet in den sensiblen Phasen keine Förderung des Kindes statt, kann es durchaus sein, dass eine Fertigkeit oder Fähigkeit beim Kind nur sehr wenig oder gar nicht ausgeprägt wird. Dies kann dann später nur auf sehr mühsame Art nachgeholt werden.
Wird ein Kind in einer sensiblen Phase nicht entsprechend gefördert, kann das später Auswirkungen auf die Intelligenz und auf die Persönlichkeitsentwicklung haben.